Glossar
Fachbegriffe von A bis Z – einfach erklärt.
- A
- Ableitende InkontinenzversorgungInkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen Verlust von Urin oder Stuhl. Die Kontrolle über die Ausscheidung funktioniert dabei nicht mehr vollständig oder geht teilweise verloren. Ableitende Inkontinenzversorgung: Die ableitende Inkontinenzversorgung umfasst spezielle...
- Allergischer Schock (Anaphylaxie)Bei einem allergischen Schock reagiert das Immunsystem besonders heftig auf bestimmte Reize und produziert extrem viele Antikörper. Histamin wird in sehr großen Mengen freigesetzt – mit lebensbedrohlichen Folgen wie die...
- APATherapieEine Ambulante Parenterale Antiinfektiva Therapie (APAT) ermöglicht, eine stationär begonnene intravenöse Antiinfektivatherapie im häuslichen Umfeld, in Ambulanzen, Praxen oder stationären Pflegeeinrichtungen fortzusetzen. Einige komplexe infektiologische Erkrankungen erfordern eine längere Behandlung...
- D
- DekubitusEin Dekubitus ist ein Druckgeschwür, hervorgerufen durch längere Druckbelastungen. Lokale Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes sind die Folge. Es handelt sich um chronische Wunden, die vor allem bei...
- Diabetischer FußEin unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus kann auf Dauer zu einem „diabetischen Fuß“ (diabetisches Fußsyndrom) führen. Menschen mit Diabetes haben zu hohe Blutzuckerwerte. Sind diese dauerhaft erhöht, kommt es...
- E
- Enterale ErnährungDie Enterale Ernährung ist die bevorzugte Form der künstlichen Ernährung bei Patienten mit funktionsfähigem Verdauungstrakt, die nicht ausreichend essen können, dürfen oder wollen. Dabei erhält der Körper alle wichtigen Nährstoffe...
- EntlassmanagementDas Entlassmanagement dient dazu, den Übergang vom Krankenhaus in die weitere Versorgung sicher zu organisieren. Das Krankenhaus erstellt frühzeitig einen Entlassplan, organisiert bei Bedarf gemeinsam mit der Kranken- oder Pflegekasse...
- H
- Heimbeatmung + MonitoringDie außerklinische Beatmung (Heimbeatmung) erfolgt außerhalb des Krankenhauses – entweder im eigenen Zuhause oder in einer spezialisierten Pflegeeinrichtung und erst dann, wenn alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Nichtinvasive Heimbeatmung: Bei...
- Hilfsmittelversorgung: Freies WahlrechtAls gesetzlich Krankenversicherter kann zwischen den Vertragspartnern der Krankenkasse der Leistungserbringer frei gewählt werden. Aufgrund von Ausschreibungen und Verträgen für bestimmte Versorgungsbereiche kann das Wahlrecht allerdings eingeschränkt sein, darum muss...
- I
- ImmunsystemDas Immunsystem schützt vor schädlichen und körperfremden Organismen (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), überwacht körpereigene Vorgänge und schaltet bei Bedarf entartete Zellen aus (Krebs). Das Immunsystem wird in eine angeborene und...
- K
- KontrastmittelKontrastmittel werden in der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, Sonografie und MRT) eingesetzt, um Organe und Gewebe besser darzustellen und Krankheiten zu erkennen. Beim Röntgen werden jodhaltige Kontrastmittel injiziert oder oral verabreicht....
- M
- Medikamentengabe auf RezeptÄltere und pflegebedürftige Menschen haben oft Probleme, ihre Medikamente (z.B. Augentropfen, Insulin, Tabletten) selbst vorzubereiten und einzunehmen. Ambulante Pflegedienste können dieses übernehmen, was über ein ärztliches Rezept verordnet werden kann....
- MedikationsplanIm Medikationsplan werden alle Arzneimittel mit Dosierungs- und Einnahmehinweisen übersichtlich dokumentiert. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen betreffen Menschen, die langfristig mehrere Arzneimittel gleichzeitig anwenden. Etwa fünf bis 10 Prozent aller Krankenhauseinweisungen gehen auf...
- Ö
- Ösophagitisist eine Speiseröhrenentzündung und kann verschiedene Ursachen haben, z.B.: Reflux-Krankheit, Verätzungen in der Speiseröhre, steckengebliebene Medikamente oder Fremdkörper sowie Infektionen mit Pilzen oder Viren. Häufigste Ursache für eine Entzündung der...
- P
- PalliativversorgungUnter Palliativversorgung versteht man die ganzheitliche Begleitung und Linderung von Symptomen für Menschen mit unheilbaren und fortschreitenden Erkrankungen. Diese Versorgung bedeutet nicht, das Leben zu verlängern oder zu verkürzen, sondern...
- Parenterale ErnährungEine parenterale Ernährung (intravenöse Ernährung) wird notwendig, wenn eine ausreichende Ernährung mit normaler Kost nicht möglich, oder der Magen-Darm-Trakt nicht zu nutzen ist. Ist eine ausreichende Versorgung oral nicht möglich,...
- PflegegradEin Pflegegrad beschreibt das Ausmaß der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Es gibt fünf Pflegegrade (1–5). Je höher der Pflegegrad, desto höher sind der Unterstützungsbedarf und die Leistungen der Pflegeversicherung....
- PflegestützpunktPflegestützpunkte sind zentrale, kostenlose und neutrale Beratungsstellen für Pflegebedürftige, Menschen mit Unterstützungsbedarf und deren Angehörige und werden von den Kranken- und Pflegekassen auf Initiative eines Bundeslandes eingerichtet. Die Beratung ist...
- R
- ReizdarmsyndromDas Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Erkrankung des Verdauungstrakts, bei der die Kommunikation zwischen Gehirn und Darm (Darm-Hirn-Achse) gestört ist. Typische Beschwerden sind krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl sowie Veränderungen der...
- S
- Schmerztherapie in der OnkologieZiel der Schmerztherapie ist es, Tumorschmerzen möglichst wirksam zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Die Behandlung erfolgt nach aktuellen wissenschaftlichen Standards und soll Einschränkungen des Bewusstseins möglichst vermeiden. Dabei...
- StomaStomata sind operativ geschaffene Körperöffnungen, über die Ausscheidungen ausgeleitet werden. Die Aufgabe eines Stomas besteht vor allem darin, die durch z.B. eine Operation verloren gegangene Körperfunktion zu ersetzen. • Colostoma...
- T
- TracheostomaEin Tracheostoma ist ein künstlicher Zugang zur Luftröhre durch die Halsweichteile. Dadurch werden die oberen Atemwege umgangen. Es wird angelegt, wenn die natürliche Atmung nicht ausreichend möglich ist, eine längerfristige...
- TracheotomieBei einer Tracheotomie wird vorübergehend oder dauerhaft ein anderer Zugang zur Luftröhre gelegt, um den Organismus ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Die Luftröhre wird im Bereich des Halses von außen...
- W
- WundversorgungEine Wunde ist eine Trennung des normalen Gewebezusammenhangs an der äußeren oder inneren Körperoberfläche. Durch die Verletzung wird die natürliche Schutzbarriere des Körpers zwischen dem Körperinneren und der Umwelt unterbrochen....